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Weihnachtsgeschenke und gute Tat:

Der Wuppertaler Künstler Hans-Jürgen Hiby hat der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft vier seiner Gemälde gestiftet, die zu Gunsten unserer ehrenamtlichen Arbeit verkauft werden können. Interessenten bitten wir, sich mit uns in Verbindung zu setzen - Telefon: 0202-305198, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Zu den Bildern:

 

"Assads Erbe", Mischtechnik/Leinwand, 60x80 cm, VB: €600,00

 

"Übers Meer", Mischtechnik/Leinwand, 60x80 cm, VB: €600,00

 

"Willkommen in der EU ? ", Mischtechnik/Leinwand, 60x80 cm, VB: €600,00

 

"Was bleibt :Schädelstätte", Mischtechnik/Holz, 60x80 cm, VB: €600,00

 

Konzert: Elses Blaues Klavier

1) Schanna Nemzowa, Tochter des 2015 in Moskau ermordeten Oppositionspolitikers Boris Nemzow, las im Vorfeld der Else Lasker-Schüler-Konzerte aus ihrem Buch "Russland wachrütteln" (im Internationalen Begegnungszentrum der Caritas Wuppertal/Solingen).

2) Safiye Can, Tochter von Tscherkessen, die aus der Türkei eingewandet sind, am Else Lasker-Schüler-Denkmal an der Herzogstraße Wuppertal-Elberfeld.

3) Gunther Wölfges, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Wuppertal - Gastgeber des Konzerts "Elses Blaues Klavier"

4) Than Mai Susan Kieu - begleitet vom Ensemble "Sax for fun" - sang 12 vertonte Else Lasker-Schüler-Gedichte.

5) Than Mai Susan Kieu sang bravourös die avancierten Vertonungen von Wolfgang Schmidtke.

6) Heinz Rölleke, Deutschlands "Märchenprofessor Nummer eins" sprach in seinem Festvortrag über die "Geschwister - Poesie und Märchen"

7) Thomas Voigt dirigierte die Kompositionen - Jazz nach Noten, ohne Improvisation. 

8) Frau Can freute sich über ihre Tochter Safiye, die mit dem Else Lasker-Schüler-Lyrikpreis ausgezeichnet wurde.

9) Bei ihrer Dankesrede zitierte Safiye Can aus dem "Blauen Klavier" von Else Lasker-Schüler.

10) Unter den Gästen im Sparkassen-Forum: Mitglieder der ELS-Gesellschaft aus Heidelberg, Berlin und Fankreich. In diesem Gebäude war die ELS-Gesellschaft im November 1990 gegründet worden.

11) Gefeierte Mitwirkende (vorn v. l.): Komponist Wolfgang Schmidtke, Sängerin Than Mai Susan Kieu, Festredner Prof. Dr. Heinz Rölleke, Dirigent Thomas Voigt und Moderator Hajo Jahn, dahinter die Musiker des Ensembles "Sax for fun".

12) Gut besucht war die Anschlussveranstaltung am 12. November 2016 in der bergischen Musikschule Wuppertal.

13) Bernd Winterschladen und Oliver Steller spielten mit den Sinnen: Vertonte "Frauenlyrik".

14) ELS-Lyrikpreisträgerin Safiye Can. Ihre Dichterlesung - eine Performance, Brücke zwischen Orient und Okzident.

15) Fans im Gespräch: Die Malerin Anneli Brusten, Hajo Jahn und Dr. Jörg Mittelsten Scheid, ehemaliger Präsident der Bergischen und der Europäischen Industrie- und Handelskammer(n).

16) Romy Bialas (4) fand die Musiker Bernd Winterschladen und Oliver Steller cool.

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© Manfred Brusten

 

Info (Nr. 106)

Das neue Info (Nr. 106) ist auch online einzusehen. Den Link dazu finden Sie hier .

 

Else Lasker-Schüler-Lyrikpreis

geht an Safiye Can

Nach Thomas Kling und Friederike Mayröcker ist Safiye Can aus Offenburg die dritte Dichterin, die mit dem Else Lasker-Schüler-Lyrikpreis geehrt wird. Die Autorin, Jahrgang 1977, ist die Tochter von tscherkessischen Einwandern aus der Türkei. In der Begründung für die Auszeichnung heißt es: Eingetaucht zugleich in die Tradition des abendländischen Denkens und der orientalischen Welt, entwickelt die lyrische Bildsprache Safiye Cans ihre Magie und Suggestionskraft aus dem Spannungsfeld zwischen orientalischer und okzidentaler Kultur – darin verwandt der jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler ("Tino von Bagdad", "Jussuf Mohamed Hassan" etc).

Die Verleihung findet am 11. November um 19 Uhr im FORUM der Stadtsparkasse Wuppertal, Islandufer 15, statt. Im Rahmenprogramm gibt es Uraufführungen von 12 jazzigen Else Lasker-Schüler-Gedichtvertonungen. Komponist ist Wolfgang Schmidtke. Ausführende sind das Orchester SAX FOR FUN und die Sängerin Tanh Mai Susann Kieu. - Am folgenden Samstag, 12. November, liest die Dichterin  Safiye Can aus ihren Lyrikbüchern im Rahmen des neuen Programms von Oliver Steller

"Spiel der Sinne" ab 19 Uhr in der Bergischen Musikschule, Wuppertal-Elberfeld, Hofaue 51.

 

Verschiedene Almanache sind wieder verfügbar!

Die Liste der herausgegebenen, oder lieferbarer Almanache und Bücher hat sich geändert. Hier geht es zum Shop...

 

Der vermisste Aha-Effekt zur Eröffnung

RHEINISCHE POST 29.12.2015

Solingen

25 Jahre hat sich Hajo Jahn den Eröffnungstag des "Zentrums für verfolgte Künste" herbeigesehnt. Den Festakt am 8. Dezember verfolgte der Wuppertaler von einem Platz mitten im Publikum.

FOTO: Köhlen (Archiv)

Solingen. Als Vorsitzender der Else-Lasker-Schüler-Stiftung hat sich Hajo Jahn 25 Jahre lang für ein "Zentrum für verfolgte Künste" eingesetzt. Das Ziel ist offiziell erreicht, nicht aber das des Initiators. 

Von Guido Radtke

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Von der Idee bis zur Realisierung

Hajo Jahn über das von ihm initiierte 

"Zentrum für verfolgte Künste" am 9.12.2015 in Solingen

(Vortrag im Kunstmuseum  Solingen; Mitwirkende: Andre Enthöfer, Saxophon, und Bernd Kuschmann, Schauspieler)

© Foto: Stefan Dege

Musik Andre Enthöfer - ca. 1', 

JAHN:

Andre Enthöfer spielt auf einem "Neger-Instrument", wie es die Nazis nannten. Erfunden von Adolphe Sax, einem  Belgier. Guten Tag meine Damen, meine Herren, guten Tag. Weltweit populär gemacht hat das Saxophon ein Musiker aus Elberfeld: Sigurd Rascher. Er floh 1933 über Schweden in die USA. Ein anderer berühmter Exilant hat für Sigurd Rascher Stücke komponiert und Gedichte von Else Lasker-Schüler vertont: Paul Hindemith. Flüchtlinge waren sie  - wie die Familie Mann, Max Ernst, Albert Einstein, Willy Brandt und zigtausende Intellektuelle. Unter ihnen Walter Trier. Er hat die Erich Kästners Emil und die Detektive, Pünktchen und Anton oder Das doppelte Lottchen illustriert. Trier floh über England nach Kanada. Mit seinen Bildern haben wir eine interreligiöse Woche der Begegnung angeregt; ein Schülerchor aus 12 Nationen sang Vertonungen von Erich Kästner-Texten - so kurzweilig könnte die Arbeit gegen das Vergessen im Zentrum für verfolgte Künste sein. 

Musik Andre Enthöfer -ca. 30'' -  40''

JAHN:

Flüchtlinge sind heute Filmemacher aus dem Iran, Dichter aus China oder Musiker aus arabischen Ländern. Doch ausgerechnet in dem Land, dass sich seiner kreativsten Köpfe brutal entledigt hat, im kollektiven Gedächtnis der Deutschen, wurde der Exodus unserer Eliten bislang nicht verankert. In den so vorbildlichen deutschen Gedenk-Gesetzen ist die verfolgte Elite ausgeklammert. Dies hat der wissenschaftliche Dienst des Bundestags nach einer unserer Aktionen 2011 in einer Expertise dokumentiert. Angesichts der Flüchtlingsfrage 2015 sollten wir uns daran erinnern, dass Deutschland eine Bringschuld hat. Weil zigtausende deutsche Künstler, Wissenschaftler, Gewerkschafter, Christliche Märtyrer  und sogar Sportler in anderen Ländern während der NS-Diktatur als Flüchtlinge aufgenommen worden sind.

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Der Traum des Hajo Jahn von einem Zentrum für verfolgte Künste

Deutsche Welle

Hajo Jahn hatte einen Traum: 25 Jahre hat der Journalist dafür gekämpft, ein Drittel seines Lebens. Jetzt wird das von ihm initiierte "Zentrum für verfolgte Künste" in Solingen eröffnet. Geht sein Traum in Erfüllung?

Ganz klein wirkt der Mann, wenn er das schwere, schwarze Eichenportal des ehrwürdigen Jugendstil-Baus unter Mühen aufzieht. Früher tagten hier die Stadtväter, nun beherbergt das prächtige Gebäude ein Kunstmuseum . Hajo Jahn trägt Sportschuhe. Auf seinem Kopf sitzt eine rote Baseballkappe. Die Augen des 75-Jährigen funkeln. "Ich habe die Schizophrenie einer Diktatur erlebt", sagt er. "Menschen wie ich müssen was zurückgeben!"

Jahns Traum ging so: Gleich zwei Mal hatte Deutschland seine Künstler und Intellektuellen drangsaliert und schikaniert. Viele wurden außer Landes gejagt. Nach Nazi-Diktatur (1933-1945) und SED-Herrschaft (1953-1989) sollte sich das neue Deutschland seiner Vergangenheit stellen - und endlich auch an die verfolgten Künstler erinnern.

http://www.dw.com/de/der-traum-des-hajo-jahn-von-einem-zentrum-für-verfolgte-künste/a-18898713

 

Geschichte soll nicht das Gewissen belasten, sondern den Verstand erhellen.

G.E. Lessing

 

- Wir arbeiten ehrenamtlich für eine zeitgemäße Erinnerungskultur. Brücken dazu sind die Schicksale der Künstler, deren Bücher verbrannt, deren Kunstwerke zensiert und verboten wurden, die verfolgt wurden und emigrieren mussten.

- Das Schicksal von Else Lasker-Schüler steht als Metapher dafür, wie im Nazi-Deutschland mit Intellektuellen verfahren wurde: 1933 floh sie aus Deutschland in die Schweiz, wo sie von der Fremdenpolizei bespitzelt wurde und Schreibverbot hatte. 1937 wurden ihre Zeichnungen als „entartet“ aus der Berliner Nationalgalerie beschlagnahmt. 1939 erhielt sie kein Visum mehr für die Schweiz. In Palästina/Israel hat sie die Sprache des Landes nie erlernt, was vor allem für exilierte Dichter, Journalisten oder Schauspieler existentiell ist. Ihre Heimat war die deutsche Sprache. Unser Ziel ist ein „Zentrum für Verfolgte Künste“.

 

denkmal2