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Vorträge, Bühnenprogramme, Lesungen zu und über Else Lasker-Schüler und verbrannte Dichter/Künstler.

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Wir bieten an Powerpoint-Präsentationen über

  • "Die Verscheuchte"
  • Poetin der Zeichenfeder
  • Prinz und Barbar (ELS und Gottfried Benn)
  • Der blaue Reiter präsenjtiert Eurer Hoheit sein blaues Pferd (ELS u. Franz Marc-Korrespondenz)

sowie

  • "Fahrenheit 451" (Bücherverbrennungen)
  • "Durchbruch der Moderne" (20. Jahrhundert)
  • "Freiheit ist mehr als ein Wort" (Verfolgung von Schriftstellern u.a.)
  • Eine Bilderbuch-Karriere (Walter Trier und Erich Kästner).

Ausführende sind: Hajo Jahn (allein oder mit Musikern und Schauspierlinnen)

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Info (Nr. 107)

Das neue Info (Nr. 107) ist auch online einzusehen. Den Link dazu finden Sie hier .

 

Bilderverkauf für einen guten Zweck

Der Wuppertaler Künstler Hans-Jürgen Hiby hat der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft vier seiner Gemälde gestiftet, die zu Gunsten unserer ehrenamtlichen Arbeit verkauft werden können. Interessenten bitten wir, sich mit uns in Verbindung zu setzen - Telefon: 0202-305198, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Zu den Bildern:

 

"Assads Erbe", Mischtechnik/Leinwand, 60x80 cm, VB: €600,00

 

"Übers Meer", Mischtechnik/Leinwand, 60x80 cm, VB: €600,00

 

"Willkommen in der EU ? ", Mischtechnik/Leinwand, 60x80 cm, VB: €600,00

 

"Was bleibt :Schädelstätte", Mischtechnik/Holz, 60x80 cm, VB: €600,00

 

Verschiedene Almanache sind wieder verfügbar!

Die Liste der herausgegebenen, oder lieferbarer Almanache und Bücher hat sich geändert. Hier geht es zum Shop...

 

Der vermisste Aha-Effekt zur Eröffnung

RHEINISCHE POST 29.12.2015

Solingen

25 Jahre hat sich Hajo Jahn den Eröffnungstag des "Zentrums für verfolgte Künste" herbeigesehnt. Den Festakt am 8. Dezember verfolgte der Wuppertaler von einem Platz mitten im Publikum.

FOTO: Köhlen (Archiv)

Solingen. Als Vorsitzender der Else-Lasker-Schüler-Stiftung hat sich Hajo Jahn 25 Jahre lang für ein "Zentrum für verfolgte Künste" eingesetzt. Das Ziel ist offiziell erreicht, nicht aber das des Initiators. 

Von Guido Radtke

Weiterlesen: Der vermisste Aha-Effekt zur Eröffnung
 

Von der Idee bis zur Realisierung

Hajo Jahn über das von ihm initiierte 

"Zentrum für verfolgte Künste" am 9.12.2015 in Solingen

(Vortrag im Kunstmuseum  Solingen; Mitwirkende: Andre Enthöfer, Saxophon, und Bernd Kuschmann, Schauspieler)

© Foto: Stefan Dege

Musik Andre Enthöfer - ca. 1', 

JAHN:

Andre Enthöfer spielt auf einem "Neger-Instrument", wie es die Nazis nannten. Erfunden von Adolphe Sax, einem  Belgier. Guten Tag meine Damen, meine Herren, guten Tag. Weltweit populär gemacht hat das Saxophon ein Musiker aus Elberfeld: Sigurd Rascher. Er floh 1933 über Schweden in die USA. Ein anderer berühmter Exilant hat für Sigurd Rascher Stücke komponiert und Gedichte von Else Lasker-Schüler vertont: Paul Hindemith. Flüchtlinge waren sie  - wie die Familie Mann, Max Ernst, Albert Einstein, Willy Brandt und zigtausende Intellektuelle. Unter ihnen Walter Trier. Er hat die Erich Kästners Emil und die Detektive, Pünktchen und Anton oder Das doppelte Lottchen illustriert. Trier floh über England nach Kanada. Mit seinen Bildern haben wir eine interreligiöse Woche der Begegnung angeregt; ein Schülerchor aus 12 Nationen sang Vertonungen von Erich Kästner-Texten - so kurzweilig könnte die Arbeit gegen das Vergessen im Zentrum für verfolgte Künste sein. 

Musik Andre Enthöfer -ca. 30'' -  40''

JAHN:

Flüchtlinge sind heute Filmemacher aus dem Iran, Dichter aus China oder Musiker aus arabischen Ländern. Doch ausgerechnet in dem Land, dass sich seiner kreativsten Köpfe brutal entledigt hat, im kollektiven Gedächtnis der Deutschen, wurde der Exodus unserer Eliten bislang nicht verankert. In den so vorbildlichen deutschen Gedenk-Gesetzen ist die verfolgte Elite ausgeklammert. Dies hat der wissenschaftliche Dienst des Bundestags nach einer unserer Aktionen 2011 in einer Expertise dokumentiert. Angesichts der Flüchtlingsfrage 2015 sollten wir uns daran erinnern, dass Deutschland eine Bringschuld hat. Weil zigtausende deutsche Künstler, Wissenschaftler, Gewerkschafter, Christliche Märtyrer  und sogar Sportler in anderen Ländern während der NS-Diktatur als Flüchtlinge aufgenommen worden sind.

Weiterlesen: Von der Idee bis zur Realisierung
 

Der Traum des Hajo Jahn von einem Zentrum für verfolgte Künste

Deutsche Welle

Hajo Jahn hatte einen Traum: 25 Jahre hat der Journalist dafür gekämpft, ein Drittel seines Lebens. Jetzt wird das von ihm initiierte "Zentrum für verfolgte Künste" in Solingen eröffnet. Geht sein Traum in Erfüllung?

Ganz klein wirkt der Mann, wenn er das schwere, schwarze Eichenportal des ehrwürdigen Jugendstil-Baus unter Mühen aufzieht. Früher tagten hier die Stadtväter, nun beherbergt das prächtige Gebäude ein Kunstmuseum . Hajo Jahn trägt Sportschuhe. Auf seinem Kopf sitzt eine rote Baseballkappe. Die Augen des 75-Jährigen funkeln. "Ich habe die Schizophrenie einer Diktatur erlebt", sagt er. "Menschen wie ich müssen was zurückgeben!"

Jahns Traum ging so: Gleich zwei Mal hatte Deutschland seine Künstler und Intellektuellen drangsaliert und schikaniert. Viele wurden außer Landes gejagt. Nach Nazi-Diktatur (1933-1945) und SED-Herrschaft (1953-1989) sollte sich das neue Deutschland seiner Vergangenheit stellen - und endlich auch an die verfolgten Künstler erinnern.

http://www.dw.com/de/der-traum-des-hajo-jahn-von-einem-zentrum-für-verfolgte-künste/a-18898713

 

Geschichte soll nicht das Gewissen belasten, sondern den Verstand erhellen.

G.E. Lessing

 

- Wir arbeiten ehrenamtlich für eine zeitgemäße Erinnerungskultur. Brücken dazu sind die Schicksale der Künstler, deren Bücher verbrannt, deren Kunstwerke zensiert und verboten wurden, die verfolgt wurden und emigrieren mussten.

- Das Schicksal von Else Lasker-Schüler steht als Metapher dafür, wie im Nazi-Deutschland mit Intellektuellen verfahren wurde: 1933 floh sie aus Deutschland in die Schweiz, wo sie von der Fremdenpolizei bespitzelt wurde und Schreibverbot hatte. 1937 wurden ihre Zeichnungen als „entartet“ aus der Berliner Nationalgalerie beschlagnahmt. 1939 erhielt sie kein Visum mehr für die Schweiz. In Palästina/Israel hat sie die Sprache des Landes nie erlernt, was vor allem für exilierte Dichter, Journalisten oder Schauspieler existentiell ist. Ihre Heimat war die deutsche Sprache. Unser Ziel ist ein „Zentrum für Verfolgte Künste“.

 

denkmal2