Prinz Jussuf von Theben

 

TERMINE 2019 Quartal 4

Dienstag, 1. Oktober, Dornach (CH) 19:00 Uhr 

Goetheanum-Spielraum, Rüttiweg 45

Anselm König mit ELS-Jubiläumskonzert.

 

Dienstag, 1. Oktober, 19:30 Uhr

Alte Feuerwache, Wuppertal, Gathe 6 

„Berlin – Jerusalem“. Film von Amos Gitai von 1989, Choreographie Pina Bausch. Else Lasker-Schüler trifft die russische Zionistin Tania Sjhohat in Berlin und Jerusalem.

 

Mittwoch, 2. Oktober, 19:30 Uhr

Zentrum für verfolge Künste, 

Wuppertaler Str. 160, Solingen

TRANSITRAUM ELSE – Präsentation eines internationalen audiovisuellen Projekts der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft von Andreas Schäfer.

Mit John Nettles (englisch) und Claudia Gahrke (deutsch). 

Ulrike Müler-Vortrag „Ich räume auf“.

 

Sonntag, 6. Oktober, 11:00 Uhr

Von der Hedt-Museum, Wuppertal-Elberfeld, Turmhof

Eröffnung der Ausstellung „Else Lasker-Schüler und die Avantgarde“. Mit Leihgaben der ELS-Gesellschaft und Performances aus dem Theaterstück „Prinz Jussuf von Theben“, Folkwang-Universität. (Ausstellungsende 16. Februar 2020).

Montag, 7. Oktober, 19:30 Uhr

Alte Feuerwache, Wuppertal, Gathe 6

„Mein Herz – Niemandem“

Helma Sanders-Brahms erzählt in Ihrem Film die Beziehung zwischen Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn.

 

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Erotisches Liebesduett im Museum

Angela Winkler und Bernd Kuschmann rezitieren ELS und Gottfried Benn

Winkler Angela

Angela Winkler © Hajo Jahn

„Der Prinz und der Barbar“ lautet der Titel des letzten von drei Lichtbildervorträgen von Hajo Jahn am kommenden Donnerstag, 26. September, um 18 Uhr im Von der Heydt-Museum als Einführung zur großen ELS-Ausstellung ab 6. Oktober. Angela Winkler und Bernd Kuschmann rezitieren am Donnerstag die erotischen Liebesgedichte zwischen Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltet Harald Eller.


„Eine Frau ist etwas für eine Nacht / Und wenn es schön war, noch für die nächste“. Dieses chauvinistische Zitat stammt aus Gottfried Benns Gedicht „D-Zug“ von 1912. Berlin 1912. Benn nennt sich „Tiger“. Sie nennt sich Jaguar, aber am liebsten Jussuf: Else Lasker-Schüler liebt Gender-Rollen und erklärt ihren 17 Jahre jüngeren Geliebten zum Dschungelkönig. Die poetische Liaison zwischen dem „Prinzen Jussuf“ und dem „Barbaren“ Gottfried Benn gehört zu den wildesten Beziehungen der Literaturgeschichte. Else Lasker-Schülers erotischen Lyrik-Antworten ist Frauen-Emanzipation.


Dass die damals bereits berühmte Dichterin Else Lasker-Schüler den unbekannten Lyriker und Arzt Dr. Gottfried Benn protegiert, ist ein veröffentlichtes Geheimnis: Ihre Beziehungs-Lyrik erscheint in expressionistischen Zeitschriften über Monate, live zum Mitlesen. Die explodierende Syntax war der Sound der neuen Zeit Und die Gedichte, die sie sich schrieben, waren beliebtes Unterhaltungs-Thema: In den Cafès von Berlin wurden sie von der literarischen Welt nachgelesen und diskutiert. Bis heute bleiben diese Verse das erste lyrische Duett zwischen Mann und Frau in der deutschsprachigen Lyrik. Selten ist Sex metaphorisch witziger und expressionistischer überhöht worden als in der poetischen Liaison von Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn.


In ihren Gedichten, die sie sich gegenseitig schrieben, kündigt sich der Übergang zur Popkultur an: der Körper, der in der Jazz- und Popmusik ganz anders zu seinem Recht kommt als je zuvor: tanzend, hörend, sinnlich. Benn und die Lasker- Schüler sind damit die ersten Schreiber von „lyrics“.


„Der Prinz und der Barbar“, Donnerstag, 26. September, 18 Uhr, Von der Heydt-Museum, Turmhof 8, eine Veranstaltung der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft.

Benn Karikatur
"Benn-Karikatur" © Else Lasker-Schüler

 

Frauen haben weder Farb- noch Formsinn

STURM-Künstlerinnen beweisen das Gegenteil/ Vortrag im Von der Heydt-Museum

Leslie Malton

Foto Leslie Malton: ©Joachim Gern

Leslie Malton, deutsch-amerikanische Schauspielerin, leiht am Donnerstag (19.9.) im Von der Heydt-Museum  Else Lasker-Schüler ihre Stimme. Die in Washington geborene Künstlerin war jahrelang Mitglied des Wiener Burgtheaters, spielte und spielt in zahlreichen deutschen Fernsehfilmen und Serien mit. Ihren Durchbruch hatte sie 1992 mit ihrer Rolle im ZDF-Vierteiler „Der große Bellheim“, für die sie 1993 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Hajo Jahn gewann sie für seinen Lichtbilder-Vortrag über die „STURM-Frauen“.

Die STURM-Galerie in Berlin war Anfang des 20. Jahrhunderts Schauplatz der Avantgarde-Kunst Europas. Sie stellte auch Künstlerinnen aus, obwohl die offizielle Kulturpolitik Frauen keine Kreativität zutraute. Das Studium an Kunstakademien war ihnen weitgehend verwehrt. 

Man traute ihnen weder Fantasie noch Fähigkeit zu. Farb- und Formsinn wurden ihnen abgesprochen. Deshalb mussten sie oft Privatunterricht  nehmen wie Else Lasker-Schüler bei Simon Goldberg, einem Schüler von Max Liebermann.

Dass Künstlerinnen aus Frankreich, Russland, Belgien oder Polen in der STURM-Galerie ausstellen konnten, lag vor allem an zwei Frauen: An Else Lasker-Schüler, der malenden Dichterin, und der Schwedin Nell Walden. Beide waren Ehefrauen von Herwarth Walden. Diesen Namen erhielt er, der als Georg Lewin geboren wurde, ebenso von Else Lasker-Schüler wie die Galerie und die Zeitschrift: „Der Sturm“.

Die Veranstaltung der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft findet im Rahmen des Jubiläumsjahres „Meinwärts“ aus Anlass des 150. Geburtstags der Künstlerin und im Vorfeld der großen ELS-Aussstellung ab 6. Oktober im Von der Heydt-Museum statt.  
Für die musikalische Umrahmung des Lichtbildervortrags über die „STURM-Frauen“ sorgt der Jazzpianist Ulrich Rasch am Flügel. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 19. September, 18.00 Uhr, Von der Heydt-Museum. Turmhof 8, Wuppertal.

 

Sonntag, 14. Juli 2019

2019 07 14 Zwei starke Meisterinnen

 

Sonntag, 7. Juli 2019

2019 07 14 Das Herz der Boheme

 

Termine

2019 06 23 Termine

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Änderung: Donnerstag, 26. September, 18:00 Uhr, Von der Heydt-Museum Wuppertal „Der Prinz und der Barbar“ – Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn

 

Pfingstakademie Kreative Paare

 

Termine Januar - März 2019

 

Veranstaltungen Else Lasker-Schüler-Jubiläumsjahr 2019

Meinwärts – Das Herz der Avantgarde

 

20. Januar - 3. März

Zentrum für verfolgte Künste, Solingen, Wuppertaler Str. 160       

Foto-Ausstellung von Dana Arieli „Das Nazi-Phantom“ 

 

24. Januar, 19.00 Uhr

GlücksBuchladen, Friedrichstr.52 

Thomas Sparr liest aus „Grunewald im Orient“(wo ELS wohnte: Rehavia, Jerusalem) 

 

25./26. Januar, 20.00 Uhr

Dreieinigkeitskirche St. Georg, Hamburg

„IchundIch“- Szenische Lesung

 

1./2. Februar, 20.00 Uhr

Dreieinigkeitskirche St. Georg, Hamburg

„Mein Herz – keinem“ 

 

2. Februar, 16.00 Uhr

Unihalle Wuppertal , A.-Einstein-Str. 20

Junge Rapper aus dem Rockprojekt Wuppertal begegnen Else Lasker-Schüler

 

7. Februar, 11.00 Uhr

Junior-Universität, Wuppertal, Am Brögel 3

Präsentation der neuen Else Lasker-Schüler-Briefmarke mit Sonderstempel

 

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Einlaudung zum "Tauben vergiften im Park"

 

Else Lasker-Schülers Jerusalem

Erleben Sie in einem gemeinsamen Seminar mit Israelis und Deutschen das Jerusalem der Else Lasker-Schüler 

„Und meine Seele verglüht in den Abendfarben Jerusalems"

31. März bis 4. April 2019

Tagungsort: Jerusalem

 

Mit der Zeile „Und meine Seele verglüht in den Abendfarben Jerusalems“ endet das Gedicht „Sulamith“, das die deutsch-jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler (1869-1945) schon in ihrer ersten Gedichtsammlung „Styx“ (1901) veröffentlichte. Die „Abendfarben Jerusalems“ bringen Else Lasker-Schülers bleibende Sehnsucht nach Jerusalem zum Ausdruck, zugleich spiegeln sie aber auch die verzehrende Kraft dieser Sehnsucht wider. Denn die Wirklichkeit vor Ort, die von politischen Konflikten geprägt war, stand in Spannung zu der idealisierten Sicht auf Jerusalem aus der Ferne. 

1934 besuchte Else Lasker-Schüler erstmals Jerusalem und Palästina, dann noch einmal 1937. Jeweils kehrte sie zurück in ihren Exilsort Zürich.

Als Else Lasker-Schüler 1939 erneut nach Jerusalem reiste, wurde ihr die Rückkehr in die Schweiz durch ein Einreiseverbot verwehrt. So verbringt die Dichterin ihre letzten Lebensjahre in Jerusalem bis zu ihrem Tod im Februar 1945.

Das Seminar lädt dazu ein, Else Lasker-Schülers Werk in Jerusalem zu lesen, ihre Jahre in Jerusalem in ihren Lebensweg einzuordnen, ihren Wegen und Kontakten nachzuspüren, und Orte zu besuchen, die für Else Lasker-Schüler wichtig waren. 

Das Programm ist so angelegt, dass man die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen des Programms selbst frei gestalten kann. Die Kosten für das Seminar werden dann individuell berechnet. 

Weiterlesen: Else Lasker-Schülers Jerusalem
 

ELS-Lyrikpreisträger 2018

Sonntag, 18. März, 19:00 Uhr

GRASSI-Museum, Leipzig, Johannisplatz 5-11

Hajo Jahn stellt den neuen ELS-Almanach und die ELS-Lyrikpreisträger 2018 vor.

 

"Die Welt schlief, nur wir waren wach"

 

Einladung: Verleihung des ELS-Lyrikpreises 2018

 

ELS-Lyrikpreisträger 2018

Sonntag, 18. März, 12:00 Uhr

Literatur-Salon NRW auf der Leipziger Buchmesse

Hajo Jahn stellt die ELS-Lyrikpreisträger 2018 vor.

 

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